Stiftung Warentest: Wehrt Euch gegen Hass-Kommentare

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Von Trollen und Hassrednern, die ihre „Hate Speech“-Kommentare wie einen Kübel Dreck im Internet verteilen und auf übelste Weise Menschen beleidigen, der Lächerlichkeit preisgeben und ihnen drohen, hat wohl schon jeder Internetnutzer gehört, war mitunter sogar persönlich betroffen. Aber wie geht man damit um? Nicht mehr an politischen Diskussionen teilnehmen? Sich leise ins Schneckenhaus zurückziehen?

Nein, lasst Euch nicht entmutigen, sagt Stiftung Warentest. In ihrem Facebook-Post am 17. Mai heißt es:

„Eine aufgeklärte und fortschrittliche Gesellschaft benötigt rationale und sachliche Diskussionen. Diese dürfen nicht von jenen gekapert und verhindert werden, die nur Hass schüren wollen“.

Und wie sich Betroffene gegen Hassreden wehren können, wird im Post ebenfalls erklärt. In den meisten Bundesländern bietet die Polizei die Möglichkeit an, online Anzeige zu erstatten.

Die Onlinewache der Polizei Niedersachsen ist unter diesem Link zu erreichen.

Der Post von der Stiftung Warentest wurde in kürzester Zeit mehr als 10.000 Mal geteilt. Und weil die Nachfrage nach Infos so hoch war, hat Stiftung Warentest gleich einen Bußgeld-Katalog für Internet-Beleidigungen veröffentlicht:

Beispiel 1: 60 Tagessätze à 23 Euro
Beispiel 2: 120 Tagessätze à 40 Euro
Beispiel 3: 200 Tagessätze à 25 Euro
Beispiel 4: 80 Tagessätze à 25 Euro

Einige Beispiele wie das in der Praxis aussehen könnte, hat Stiftung Warentest mitgeliefert.

Stiftung Warentests Foto.
Anmerkung: Gute Idee, die Adressen der Online-Wachen unter das Volk zu streuen. Allerdings zählt zur Kernkompetenz von Stiftung Warentest doch eher das Testen von Waschmaschinen und Staubsaugern. Ein Kommentar-Test gehört nicht dazu.