„Lust auf Fahrrad“ – Stadt will Radfahren fördern

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Die Stadt Hannover will ihre Aktivitäten rund ums Radfahren bündeln und bringt zum Saisonauftakt die Initiative „Hannover – Lust auf Fahrrad“ – Aktionsprogramm 2016/2017 an den Start. Das Konzept enthält drei Module: „Fahren, Parken und Handeln“. Kosten: In den Ausbau der Infrastruktur investiert die Stadt Hannover jährlich zwischen drei und vier Millionen Euro. Für die Öffentlichkeitsarbeit stehen rund 100.000 Euro zur Verfügung. Die Initiative ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

„Handeln“:  Eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur ist das Ziel. „Wir hören immer: Ihr macht viel, aber kommuniziert es nicht“, sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der Vorstellung des Programmes. Die Öffentlichkeitsarbeit rund ums Radfahren wird verstärkt, vorhandene Netzwerke wie der Runde Tisch fortgeführt. Mit einem neuen Markenauftritt soll das Image des Radfahrens verbessert werden und zugleich Lust aufs Radfahren machen. Lust auf FahrradSymbol der Kampagne ist ein Logo in Herz-Form. Die Grafik, zusammengesetzt aus dem roten und blauen Würfeln des Hannover-Logos und einem weißen Fahrradlenker, soll die Identifikation der Hannoveraner mit ihrer Stadt als Fahrradstadt erhöhen.

Auf der Facebook-Seite „Lust auf Fahrrad“ und auf öffentlichen Veranstaltungen können HannoverInnen aufschreiben und mit Fotos dokumentieren, was ihnen am Radfahren in Hannover besonders gut gefällt. Aus den Statements bastelt die A Capella Band „Maybebop“ einen Musikclip, das im Internet zu sehen sein wird. Es gibt auch was zu gewinnen. Unter den TeilnehmerInnen, die sich etwas zu „Lust auf …“ ausdenken, wird ein Original Hannover-Rad verlost.

Außerdem wird die Kampagne bei verschiedenen bereits bestehenden Aktionen wie dem Radcheck, die Velo-City-Night und den Autofreien Sonntag präsentiert.

Die Marketing-Kampagne stammt aus der Feder des Unternehmens helios. Das Bozener Büro wurde aufgrund einer Ausschreibung der Stadt Hannover ausgewählt.

Lust auf Fahrrad

Ampelgriffe zum Einhaken bei ROT

„Fahren“: Mit Fahrradzählstationen wollen die Planer feststellen, wie viele Radfahrer auf Hannovers Straßen tatsächlich unterwegs sind. Aus Marketing-Sicht soll dem Radler vermittelt werden: „Ich zähle. Ich bin etwas wert“.

Die erste elektronische Zählstation in der Otto-Brenner-Straße Ecke Lange Laube weihte Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) am Freitagnachmittag ein. In diesem Kreuzungsbereich wurden zudem sogenannte „Komfortelemente“ wie Ampelgriffe, Trittbretter und eine Luftstation installiert. Drei weitere Zählstationen am Maschsee, Friedrichswall und Schwarzer Bär sollen folgen.

Trittbretter sollen Radfahrern künftig das Warten an der Ampel bequemer machen

Trittbretter sollen Radfahrern künftig das Warten an der Ampel bequemer machen

In 2016 sollen insgesamt 15 neue Fahrradstraßen hergerichtet werden. Bereits im Frühjahr wurden Adolfstraße, Bürgermeister-Fink-Straße, Akazienstraße, Am Grünen Hagen, Appelstraße, Funkenkamp, Försterkamp, Große Barlinge, Ellernbuschfeld, Rehbuschfeld und  Ohefeldweg beschildert. Im Sommer folgen Schubertstraße, Flüggestraße, Eichstraße und eventuell Kleestraße.

Die Markierung des City-Radweges wurde bereits erneuert. Diesmal in blauer Farbe und erkennbarer Symbolik. Außerdem werden im Zuge von Straßensanierungen Radwege erneuert beziehungsweise neu eingerichtet. Im Rahmen des 1000-Bügel-Programmes der Region Hannover erhält Hannover zusätzliche 500 Fahrradbügel, die stadtweit aufgestellt werden. Die ersten Bügel werden an der HDI-Arena, am Schützenplatz und an der Swiss-Life-Hall installiert.

„Parken“: Die Radstation 2 in der Rundestraße am Hauptbahnhof wird in 2017 aufgestockt. Im Roderbruch an der Stadtbahnendhaltestelle ist eine Fahrradgarage geplant. Das Pilotprojekt soll 2017 an den Start gehen. Die Umsetzung beider Vorhaben hängt davon ab, ob Fördermittel bewilligt werden.

www.lust-auf-fahrradfahren.de

Info: Der Ausbau des Radverkehrs ist Bestandteil des Mobilitätskonzeptes 2025, das der Rat der Hannover im Jahr 2010 beschlossen hat. Das Ziel ist, den Anteil der Radfahrenden am gesamtstädtischen Verkehrsaufkommen bis 2025 auf 25 Prozent zu erhöhen.

Zum Kommentar: Feste Feiern für schöner Radfahren