„Kleingärten sind kein Bauland“

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Am Sonnabend demonstrierten rund 100 Kleingärtner in der Innenstadt. Ihr Anliegen: Sie wehren sich gegen die Pläne der Stadt Hannover, Kleingartenflächen in Bauland zu umwandeln. Festgeschrieben im Kleingartenkonzept 2016-2025. Zwar betone die Stadt, die soziale und ökologische Bedeutung der Kleingärten, das sei aber nur Süßholzgeraspele, so David Skworcz vom Aktionsbündnis gegen Kleingartenzerstörung. „Es geht nur ums Kohle machen“, sagte Skworcz zum Auftakt der Demonstration auf dem Goseriedeplatz. Die Stadt habe mit dem Bezirksverband der Kleingärtner hinter verschlossen Türen verhandelt. Die Kleingärtner seien nicht gefragt worden. Mit finanziellen Entschädigungen, Ersatzgärten und Verkleinerung von vorhandenen Laubenparzellen versuche die Stadt und der Verband die betroffenen Kleingärtner von dem Vorhaben zu überzeugen. Im Aktionsbündnis kommt das nicht gut an. „Wir werden versuchen, das Konzept zu verhindern“, sagte Skworcz kämpferisch.

Stadtweit sind 813 Gärten von dem städtischen Vorhaben betroffen. „Wenn das Grabeland noch dazu gezählt wird, sind es mehr als 1.000 Kleingärten“, betonte Skworcz. Das Argument der Stadt Hannover auf der Kleingartenfläche Wohnraum für die Bewohner der wachsenden Stadt zu schaffen, überzeugt Skworcz nicht. Im Wohnkonzept seien 150 Flächen zur Bebauung ausgewiesen, 12 davon befänden sich im Kleingartengebiet. Und darauf sollen Einfamilienhäuser gebaut werden. „Das hat mit Wohnraumschaffung nicht zu tun“, sagte Skworcz. Geld gegen Bauland. Um nichts anderes ginge es.

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Mehr Informationen über das Aktionsbündnis gegen Kleingartenzerstörung.