Ideen für die Zukunft: Chéz Heinz will am Standort Fössebad bleiben

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Ist das neue Fössebad gebaut, muss der Altbau weichen. Und damit verschwindet auch der Keller, in dem das Veranstaltungszentrum Béi Chéz Heinz seit 1995 seinen Standort hat. Soweit die aktuellen Pläne der Stadt Hannover. „An uns hat dabei niemand gedacht“, sagt Jürgen Grambeck, Geschäftsführer im Chéz Heinz. Kürzlich habe ein erstes Gespräch zur Zukunft des Veranstaltungszentrums mit Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD), Kulturdezernent Harald Härke und weiteren Vertretern der Verwaltung stattgefunden. Das sei ein erster Aufschlag gewesen, sagt Grambeck, es gebe noch viele Fragezeichen.

Um die Entwicklung voranzubringen, hat man sich im Chéz Heinz selbst Gedanken gemacht und Zukunftsideen entwickelt. Der Neubau des Fössebades werde davon nicht berührt, am Standort wolle man aber bleiben. „Wir haben keinen alternativen Standort gefunden, der unseren Ansprüchen und den Anforderungen an ein Veranstaltungszentrum genügt“, sagt Grambeck.

Das ist der Vorschlag von Chéz Heinz:

Statt Komplettabriss des alten Fössebades, soll der Gebäudeteil, in dem das Chéz Heinz ist und der darüber liegende Erdgeschossbereich erhalten bleiben. In den Räumen könnte ein Zentrum (keine Versammlungsstätte, betont Grambeck) für Kultur, Musikschule, Sport und ein Café für Fössebadbesucher und andere Gäste entstehen. Alles Angebote für den wachsenden Stadtteil Limmer. Die Flächen im Keller und im Erdgeschoss betragen jeweils rund 1.000 m².

… und die Finanzierung?

Für die Nutzung des Restgebäudes zahlt Chéz Heinz einen symbolischen Pachtbetrag an die Landeshauptstadt. Die wirtschaftliche Verantwortung übernimmt Chéz Heinz, von der Baugenehmigung bis zu Umsetzung der Investition.

Einnahmen will Chéz Heinz unter anderem aus Mieteinnahmen (Übungs- und Gymnastikräume) und Mehreinnahmen aus der Gastronomie erzielen.

Kitas statt Wohnbau

Statt Wohnungen, wie im städtischen Entwurf vorgesehen, sollen auf dem Areal eine Kindertagesstätte gebaut werden. Kitaplätze müsste Hannover in den nächsten Jahren ohnehin dringend schaffen, erklärt Grambeck, und anstatt teuere Flächen dafür anzukaufen, könne die Landeshauptstadt ein Grundstück nehmen, das ihr bereits gehöre. So lasse sich auch der Verzicht von rund 800.000 Euro Einnahmen rechtfertigen, die die Stadt mit dem Teilverkauf des Fössebad-Grundstückes erzielen will. Das Geld, so die Idee der Verwaltung, soll in die Finanzierung des Fössebad-Neubaus fließen.

Wie könnte es weitergehen?

„Wir sind in Gesprächen mit den politischen Fraktionen und der Verwaltung“, sagt Geschäftsführer Grambeck. Trotz der unklaren Zukunftssituation befände sich das Chéz Heinz in einer komfortablen Lage. „Wir wollen kein Geld von der Landeshauptstadt“, betont Grambeck. Das Chéz Heinz habe nie an städtischen Fördertöpfen gehangen.

Am Donnerstagabend (8. Juni) stellte Jürgen Grambeck das Konzept öffentlich vor. Mehr als 100 Interessenten waren zur Infoveranstaltung in den Keller von Chéz Heinz gekommen.

www.beichezheinz.de