Um die Antwort auf die Frage einer Besucherin der Matinee im Foyer vorwegzunehmen: Nichts. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Podium blieben einsilbig bei der Frage „Was machen Sie für die Älteren?“. Die Runde diskutierte über die Zukunft der Arbeit in Zeiten der Digitalisierung. Ältere Arbeitnehmer kamen darin nicht vor. Bis zur Frage einer Besucherin (55), die hörbar entnervt war: „Ich habe die Schnauze voll, dass es immer nur um Jüngere geht“. Axel Haunschild, Arbeitswissenschaftler an der Leibniz Universität Hannover, ergriff als Erster das Wort. Es könne sein, dass sich eine Lösung für Ältere abzeichne, wenn der Fachkräftemangel da sei, so Haunschild.…

Anfang der vergangenen Woche haben CDU und CSU ihr gemeinsames Bundestagswahlprogramm vorgestellt. „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“, lautet das Motto des 76-seitigen Regierungsprogramms. Darin verkünden die Unionspolitiker, dass sie bis 2025 die Arbeitslosenquote bis auf drei Prozent senken, also Vollbeschäftigung herstellen, wollen. Peter Tauber, CDU-Generalsekretär, hat die Aussicht derart umgehauen, dass er auf Twitter einen folgenschweren Tweet absonderte. Wahlkampf: „Vollbeschäftigung“ ist viel besser als „Gerechtigkeit“, schoss der Oberleutnant der Reserve am 3. Juli locker aus der Hüfte. Nachfragen interessierter Bürger und Bürgerinnen ließen sich nicht lange auf sich warten. https://twitter.com/petertauber/status/881966006138220544 Zahlreiche User warfen dem CDU-Mann…

Gestern war es mal wieder soweit: Am Tag der Arbeit wurde demonstriert, Fahnen geschwungen, Reden gelauscht und einige verdiente Arbeitsbiere getrunken. „Wir sind eins. Wir sind viele.“ lautete das zentrale Motto, unter das der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) seine diesjährige 1.Mai-Feier gestellt hat. An der Kundgebung auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus nahmen laut DGB rund 10.000 Menschen teil. Die Gewerkschaftler forderten soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Integration, die klappt und eine Rente, die reicht. Hört sich gut an. Von der neoliberalen Marktwirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht jeder profitiert. Im aktuell vorgelegten Fünften Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung steht, dass…

Ich sitze jeden Tag auf dem Rad. Zwanzig, dreißig Kilometer ist das Minimum. Oft sind die Strecken länger, die ich quer durch Hannover aus beruflichen und privaten Gründen fahre. Mich beeindruckt weder das Wetter noch die Tages- oder Nachtzeit. Was mich hingegen schon beeindruckt sind Radwege, die unpassierbar sind, unüberschaubare Straßenführungen, nervige Ampelschaltungen, mangelhafte Wegebeleuchtung und nicht zu vergessen: Die Spezies der sportlichen BMW-Fahrer auf Fahrradstraßen und Pöbel-Passanten in sogenannten „Shared Space“-Zonen. Bauliche Mängel lassen sich leicht beheben, wenn Einsicht in den Mangelzustand, Wille zur Veränderung und Geld vorhanden sind. Mit dem aktuell vorgestellten Aktionsprogramm verstärkt die Stadt ihr Bemühen rund…